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Leserbrief

Dieser Leserbrief an den St. Georg betreffs der Besprechung eines neuen Buches in der Juli-Ausgabe wurde leider nicht veröffentlich. Da es um ein, wie ich meine essentielles Thema guten, pferdegerechten Reitens geht, möchte ich ihn allen Interessierten hier zugänglich machen.

Der Scan (siehe nachfolgend) ist aus dem St. Georg 7/2020, Seite 54

 


 

Leserbrief zu „Jetzt 'mal Klartext”, Buchpräsentation

In diesem Buch sollen 135 Punkte unserer Reitlehre entmystifiziert werden. Wenn ich darin blättere, kann ich mir gut vorstellen, großenteils im Grundsatz mit der Autorin übereinzustimmen. Das betrifft auch vier der fünf hier als Beispiel aufgeführten Buchausschnitte. Die Aussagen in dem auf Seite 54 abgedruckten Abschnitt zum Thema „Ziehen” allerdings beruhen offensichtlich auf einem großen Mißverständnis. Das ist schade, denn es handelt sich dabei um einen ganz essenziellen Punkt unserer Reitlehre.

Wenn man sagt, Das Pferd muß „ziehen”, und ich kenne keinen erfahrenen, erfolgreichen Reiter, egal in welcher Disziplin, der diesem Postulat nicht zustimmt, geht es natürlich nicht um das Ziehen des Pferdes am Zügel, auch nicht vornehmlich um das Springen! Vielmehr heißt es, daß die Ausbildung, möglichst von Beginn an, so wertvoll und fachgerecht erfolgt, daß die natürliche Gehfreude voll erhalten bleibt, wahrscheinlich sogar optimiert wird, und daß das Pferd, auch was die Anlehnung anbelangt, psychisch richtig konditioniert wird, daß es niemals die Hand des Reiters primär als Bremse kennengelernt hat: Es tritt (bzw. schreitet und springt) dank guten Vertrauens zum Reiter, besonders zu seiner Hand, bei nachgiebigem Genick vertrauensvoll an das Gebiß heran, ist jederzeit vorwärts orientiert und dehnungsbereit.

Auch die Reprisen in Dehnungshaltung sind nur wertvoll, wenn das Pferd dabei dem Reiter etwas „Zug” in die Hand gibt; wenn dabei die Anlehnung lose wird, mangelt es an der Aktivität in der Hinterhand. Nur so kann sich auch die „positive Spannung” aufbauen, dank der sich die Halsbasis und der Brustkorb nach vorne oben bewegen, das Pferd gewissermaßen „basculiert”, sich also in der Oberlinie öffnet. So kann das Pferd den Reiter wirklich tragen, statt ihn nur zu ertragen; seine Bewegungen gehen dann durch den ganzen Körper.

Sicherlich spielt auch die Veranlagung eine Rolle: Je mehr natürliche Leistungsbereitschaft und Gehfreude ein Pferd mitbringt, umso leichter ist es diesbezüglich richtig zu schulen.

 

„Ziehen“ nochmals anders beschrieben

Wenn ein Pferd die Arbeit mit dem Reiter als etwas Angenehmes kennengelernt hat, wenn es erfahren hat, daß es Spaß macht, sich auch unter dem Sattel mit seinem gut im Gleichgewicht sitzenden Reiter zu bewegen, seinen Bewegungsdrang auszuleben, dann ist es stets vorwärtsorientiert, es hat einen gesunden Vorwärtsdrang. Dennoch lässt es sich jederzeit kontrollieren und aufnehmen, weil es weiß, daß der Reiter es nie hindert, sondern ihm Gelegenheit gibt, sich zu entfalten.

Bei einem solchen Pferd muss und darf nicht ständig aktiv getrieben werden. Es würde dadurch sogar abstumpfen und sehr bald entweder seine Gehfreude einbüßen oder fest werden und eilen. Dieses Wohlfühlen muss vor allem auch für den Rücken des Pferdes gelten und beachtet werden. Bei einem solch harmonischen Verhältnis zwischen Reiter und Pferd sind aktive treibende Hilfen eigentlich nur noch notwendig, um das jeweils gewünschte Tempo, vor allem aber den Rhythmus vorzugeben. Deshalb sollte der Reiter im Zweifelsfall eher etwas freundlich in die Bewegung sitzen, anstatt zu versuchen, mit angespanntem „Kreuz”, also mit angespannter Bauch- und unterer Rückenmuskulatur, oder gar in Rücklage das Pferd vermehrt zu treiben mit der Vorstellung, es „anzuschieben”. Wenn ein Pferd in diesem Sinne „zieht”, hat es beste Voraussetzungen für seriöses Versammeln!

Michael Putz, Buckenhof

 


 

Ausbilder-Seminare 2019

„Pferdegerechtes Reiten durch gute Ausbildung – von Reiter und Pferd“

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Komplett überarbeitet: Die Reitabzeichen

von Michael Putz ist ab Anfang Januar 2018 – angepaßt an die aktuellen APO- und LPO-Bestimmungen (2018) und komplett überarbeitet – erhältlich im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim Cosmos Verlag.

Bemerkungen und Zusammenhänge

von Major a. D. Paul Stecken ist für 12,90 Euro erhältlich im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag in Warendorf, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de oder Internet www.fnverlag.de.

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Die Reitabzeichen

Erschienen im Kosmos Verlag

3. Auflage 2014, neu überarbeitet

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Richtig Reiten - Eine Herausforderung

Problembezogene Ausbildung für Pferd und Reiter

Erschienen beim FNverlag

Die zweite, leicht überarbeitete Auflage ist nun erhältlich.

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... ist eine Fortsetzung und Ergänzung des inzwischen in der vierten Auflage erschienenen Fachbestsellers "Reiten mit Verstand und Gefühl". Es ist ein Buch für jeden, der sich mit gutem, pferdegerechtem Reiten befasst und soll dem Leser helfen, sein tägliches Reiten zu optimieren und befriedigender zu gestalten. Ganz besonders widmet sich dieses Buch den Zusammenhängen und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Reiter und Pferd, vor allem auf mentaler Ebene. Es erklärt, wie Losgelassenheit bei Pferd und Reiter erreicht und dann auch erhalten werden kann - die Voraussetzung für jede weitere anspruchsvolle Anforderung an das Pferd. Dem Leser wird darüber hinaus vermittelt, wie er gemeinsam mit seinem Pferd den Ausbildungsweg bis hin zur Versammlung und relativer Aufrichtung in von Vertrauen geprägter Zusammenarbeit gehen kann. Das Ergebnis des Ausbildungsweges muss die Erhaltung der Gehfreude, der Leistungsbereitschaft und der "Persönlichkeit" des Pferdes sowie letztlich ein harmonisches Miteinander von Reiter und Pferd sein. Ein Buch, das für Reiter und Ausbilder der Klasse E bis S eine große Unterstützung sein kann, um das anspruchsvolle Ausbildungsziel "Durchlässigkeit" zu erreichen. Die erfolgreiche Umsetzung garantiert viel Freude bei der täglichen Arbeit mit dem Pferd und führt auch zum eventuell angestrebten sportlichen Erfolg.

 

Kurzinfo aus dem Inhalt:

- ganzheitliche Betrachtung von Sitz- und Hilfengebungsproblemen

- Losgelassenheit als "Essential" für pferdegerechtes Reiten

- Kontrolle instinktbedingter Fehler

- Treiben kein Allheilmittel

- Genick als Schlüssel zum Rücken

- Umgang mit der Schiefe als Voraussetzung für Versammlung

- Verdorbene Pferde

- Freilaufen und Longieren

- Aufbau von Trainingseinheiten

- Merksätze

Grundausbildung für Reiter und Pferd

Richtlinien für Reiten und Fahren, Band 1

erschienen im FNverlag

Die vorliegende Ausgabe „Grundausbildung für Reiter und Pferd“ wurde unter Einbeziehung der bewährten Grundsätze sowohl sprachlich als auch inhaltlich komplett neu überarbeitet.

 


 

Der Standpunkt

erschienen in CAVALLO, Ausgabe März 2012

 

Pferdegerechtes Reiten und Erfolg auf dem Turnier haben nicht mehr so viel miteinander zu tun. Selbst auf Grand-Prix-Niveau starten auch Pferde, die nicht reell ausgebildet und geritten werden. Die Studienergebnisse von Dr. Inga Wolframm, nach denen Richter vor allem die Vorhand des Pferds fixieren (siehe Seite 50), haben mich deshalb nicht überrascht. Sie bestätigen nur meine Meinung, dass im Spitzensport einiges schief läuft. Das an sich ist schlimm genug...

 

Bitte hier klicken um den Originalartikel zu lesen.

 


 

4j. Fidelio

 

Losgelassenheit

ist nicht alles,

– aber ohne

Losgelassenheit

ist alles nichts!